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Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka
von Tobias G. Natter



Um 1900 erlebt die Donaumetropole den Aufbruch der österreichischen Kunst zur Moderne. An der Spitze dieser Bewegung steht der Erneuerer Gustav Klimt, dessen secessionistischer Jugendstil die schwüle Extravaganz der Makart’schen Salonmalerei verdrängt. Zum Expressionismus finden Vertreter der jüngeren Generation – allen voran der »Wiener Oberwildling« Oskar Kokoschka und Egon Schiele, der mit tabuloser Neugier Sexualität und Erotik zu thematisieren wagt.Nährboden für diese atemberaubende Entwicklung ist die Habsburger Monarchie, die um die Jahrhundertwende einen rasanten Modernisierungsschub erlebt. Auslöser dieses Umbruchs ist ein Wirtschaftsboom, der eine neue Elite von Intellektuellen und Industrieunternehmern hervorbringt. In diesem Gemisch aus Konvention und Liberalismus, aus gediegener Eleganz und provokativem Fortschritt, bildet sich ein neuer Typ von Mäzenen und Kunstsammlern, der aktiven Anteil an Leben und Werk der Künstler nimmt. Spannend und facettenreich beschreibt Tobias Natter die Verbindungen zwischen dem strahlenden Künstler-Dreigestirn Klimt, Schiele, Kokoschka und den Personen, die den materiellen Rahmen für ihre frühen Erfolge schufen. Aus dem gemeinsamen Wirken der Künstler und ihrer Sammler formt sich ein Zeitbild, in dem der Gedanke des Gesamtkunstwerkes Kunst und Leben zusammenführte und ein von Künstlern entworfenes Design den Alltag veredelte.Tobias G. Nattergeboren 1961, ist Kustos der Österreichischen Galerie Belvedere und häufiger Gastkurator, vor allem für das Jüdische Museum Wien. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen, zuletzt »Klimt und die Frauen« (2000) und »Oskar Kokoschka. Das moderne Bildnis« (2002).

Über den Autor
Tobias G. Natter, geboren 1961, ist Kustos der Österreichischen Galerie Belvedere und häufiger Gastkurator, vor allem für das Jüdische Museum Wien. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen, zuletzt »Klimt und die Frauen« (2000) und »Oskar Kokoschka. Das moderne Bildnis« (2002). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Lena GIESEKE
Digital artist
Munchen
lenagieseke@gmail.com
 

Victor HAGEA
painter
Fockensteinstr. 17
München
vichagea@yahoo.de
 

Mircea NICOLAU
painter
Wuppertal
kontakt@mirceanicolau.de
 
Christine PHILIPP
painter
Alte Weiden 7
Hamburg
+49 178 400 94 68
kontakt@christinephilipp.de

Catherine PASCAL
textile art
Muellerkamp 11
Wedel
Cath4patch-ilov@yahoo.com


René WIRTHS
painter
Berlin
rene.wirths@web.de

see (in French) : article de Jean-Paul Gavard -Perret


GUERNICA

guernica
Digital artist LENA GIESEKE has created an incredibly captivating 3D video model of PICASSO’s masterpiece 1937 painting Guernica.

Says the artist of her inspiration: “The idea of creating a 3D version of an influential artwork came out of doing jigsaw puzzles of famous paintings. When you assemble a jigsaw, you study a painting in great detail and you become aware of the very lines, shapes and colors that the painting is composed of and how these elements merge to create a unified expression. Through the puzzle, you explore the artwork, examining details your eye might not have caught otherwise. Your experience of the painting is intense, aroused by the action of puzzling, but expanded and strengthened by your own fantasy.

This 3D rendering of Picasso's Guernica offers a similar experience. The actual spatial immersion into a painting is a powerful way to prompt contemplation of its many facets. My project is not only a creative piece of work on its own; it stands in a larger context. It provides the unusual opportunity to view the painting from a unique perspective, revealing aspects that would normally stay hidden from the casual viewer. When we discern the original painting in this three-dimensional reproduction, we recognize which features most significantly constitute the painting. Consequently this three-dimensional exploration of Picasso's Guernica is an innovative technique for comprehending and appreciating the original masterpiece.

My primary intention for the project was to create a provoking and deep contemplation of Pablo Picasso’s Guernica. Is my model a true reconstruction of the Picasso’s painting, or is it merely a rough re-visualization? Is it still Picasso’s art or has it, through my addition of third dimension, become something completely different? It is not my place to answer those questions nor to determine the relationship between my three-dimensional reproduction and the original painting. Perhaps this is a question best left in the hands of critics.”

For those needing a bit of historical backend, “Guernica” was Picasso’s commentary on the Nazi bombing of Guernica during the Spanish Civil War, and is widely considered to be one of the greatest pieces of modern art ever produced whose relevance still seems more timely than ever…

» more : Lena Gieseke's Guernica website



Otto Dix: Homage a Martha. Katalogbuch zu Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart
von Karin Schick

Zwischen 1921 und 1933 porträtiert Otto Dix (1891-1969) seine Geliebte und spätere Ehefrau Martha immer wieder. Repräsentative Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und humoristische Briefzeichnungen zeigen Martha Dix in unterschiedlichen Rollen: als mondäne, emanzipierte Frau, als Geliebte, Muse und geistreiche Gefährtin, als Mutter und Mittelpunkt der Familie. Die verschiedenen Haltungen des Malers zum Modell, die von Bewunderung über Intimität bis zunehmender Distanz reichen, setzen sich in eine Vielfalt von Porträtweisen um; emotional aufgeladene bis nüchtern beschreibende Werktitel unterstreichen diesen Eindruck. Marthas Porträts zeigen dabei nicht nur die Kunst von Otto Dix in ihren vielgestaltigen Facetten. Sie zeichnen auch ein Bild der 1920er Jahre mit großstädtischem Flair, tradierten und neuen Geschlechterrollen, Mode, Musik, Tanz und dem Wunsch nach Freiheit in Kunst und Leben. Buch und Ausstellung entstanden in enger Kooperation mit der Otto Dix Stiftung, Vaduz, die 1983 von Martha Dix gegründet wurde. Zur

Autorin:
Karin Schick, Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen und Boston; Promotion über die Rezeption Paul Cézannes in den USA; Veröffentlichungen zur Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst. Seit 2002 Stellvertretende Direktorin des Kunstmuseum Stuttgart, in dessen Bestand sich die umfangreichste museale Sammlung an Werken von Otto Dix befindet.

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